Nach Texten von Édouard Louis und Franz Kafka
Mon Père / Mein Vater (AT)
Zwei junge Männer schreiben an ihre Väter – Jahrzehnte und Welten voneinander entfernt. Franz Kafka schreibt um 1919 aus dem bürgerlichen Prag an einen übermächtigen Vater, der den Sohn klein hält. Édouard Louis schreibt hundert Jahre später an seinen Vater aus der französischen Provinz – ein Mann, gezeichnet von Armut, Krankheit und gesellschaftlicher Gewalt. Beide Briefe sind Versuche, das Schweigen zu brechen. Sie sind Anklage, Liebeserklärung, Rechtfertigung, Befreiung. In der Reibung dieser beiden Stimmen entsteht eine universelle Erzählung: der Sohn, der endlich spricht und der Vater, der nicht antwortet. Ein Schauspieler – Anton Löwe: Er spricht in zwei Sprachen – Deutsch und Französisch. Er wechselt zwischen den Welten von Kafka und Louis. Die Sprachen werden zu inneren Stimmen: der eine reflektiert, der andere explodiert. So entsteht ein Monolog, der sich selbst übersetzt,
widerspricht, ergänzt. Der Abend ist ein Gespräch mit zwei Vätern und eine Selbstbefragung über Herkunft, Scham und Zärtlichkeit.
Nächste Termine
Publikumsstimmen
Wir freuen uns über Ihre Meinung zu unseren Produktionen!
Schreiben Sie uns Ihre Meinung:
Ihre Meinung, die hier veröffentlicht wird, ist uns wichtig. Wir müssen jedoch auf der Einhaltung unserer Diskussionsregeln bestehen, die von einem Redaktionsteam sichergestellt wird.