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© Christine Tritschler
Schauspiel

Von Anton Tschechow

Die Möwe

ca. zwei Stunden und dreißig Minuten inklusive einer Pause

»Eine Komödie, drei Frauenrollen, sechs Männerrollen, vier Akte, eine Landschaft (Blick auf einen See); viele Gespräche über die Literatur, wenig Handlung, ein Pud Liebe« – fast bescheiden fasst Anton Tschechow sein Stück zusammen, doch geht es eigentlich heiß her auf dem Landsitz im zaristischen Russland. Lehrer Medwedenko liebt Mascha, Mascha liebt Konstantin, Konstantin liebt Nina, Nina liebt Trigorin, und Trigorin … liebt nur sich selbst. Alle treffen sich in einem Sommer auf dem besagten Landsitz, denn die berühmte Schauspielerin Arkadina lädt ein zu einem Schauspiel. Ihr Sohn Konstantin hat einen Monolog verfasst, den Nina aufführt. Er möchte das Theater revolutionieren, sie Schauspielerin werden und Trigorin … angeln.
Anton Tschechow schrieb das Werk in drei Monaten. Er suchte ebenfalls nach neuen Theaterformen und betrachtete »Die Möwe« als Komödie. Eine Komödie über Menschen, die sich selbst im Weg stehen und oft trotz ihres Wissens um ihre eigenen Schwächen nicht zu ihrem Glück finden.

Geboren 1860, gestorben 1904, war der russische Schriftsteller und Dramatiker Anton Tschechow ab 1884 von Beruf Arzt. Die medizinische Arbeit verfolgte er meist ehrenamtlich und schrieb gleichzeitig über 600 literarische Werke. Neben »Die Möwe« gehören »Drei Schwestern«, »Onkel Wanja« und »Der Kirschgarten« zu seinen bekanntesten Dramen.

Besetzung

Inszenierung Dirk Schirdewahn
Ausstattung Christina Kirk
Komposition und Musikalische Leitung Mylène Kroon
Dramaturgie Stefan Herfurth
Regieassistenz Jonathan Giele
Theatervermittlung Leonie Stäblein
Inspizienz Alina Nikolova

Nächste Termine

Do 21.05.202626
19:30 Uhr
Neuss | Große Bühne
Di 16.06.202626
19:30 Uhr
Neuss | Große Bühne
Sa 20.06.202626
19:30 Uhr
Hameln | Theater Hameln
Gastspielort
Fr 03.07.202626
19:30 Uhr
Neuss | Große Bühne
So 05.07.202626
18:00 Uhr
Neuss | Große Bühne

Das Ensemble erweist sich mal wieder als großartig, ein Geschenk, das man nicht genug würdigen kann. Allen voran Katrin Hauptmann, die in der Rolle als alternde Diva Irina Nikolajewna Arkadina glänzt, weil sie es schafft, deren Eigenliebe zu zeigen, ohne zu übertreiben.

Heribert Brinkmann, Rheinische Post

Die Inszenierung von Dirk Schirdewahn unterstreicht die Modernität der Figuren. Auch das Bühnenbild (Christina Kirk) belässt die russische Folklore mit Birken, Schaukel und See auf einer Hinterbühne.

Heribert Brinkmann, Rheinische Post

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