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© Astrid Gleichmann
Schauspiel

Große Nase, Große Gefühle

Cyrano de Bergerac

ca. zwei Stunden und zwanzig Minuten inklusive einer Pause

Romantische Komödie von Martin Crimp
Frei nach Edmond Rostand
Deutsche Fassung von Ulrich Blumenbach und Nils Tabert

Der titelgebende Held Cyrano besitzt neben einem außergewöhnlich großen Riechorgan auch ein unvergleichliches Poesie-Talent, mit dem er um die Gunst seiner Angebeteten Roxane wirbt. Allerdings nicht für sich selbst, obwohl er sie leidenschaftlich liebt, sondern als Ghostwriter für seinen Freund Christian. Und das mit Erfolg! Er rät den beiden sogar zu einer schnellen Heirat, um Roxane vor dem Grafen Guiche zu retten, der ebenfalls ein Auge auf sie geworfen hat. Guiche rächt sich, indem er Christian an die vorderste Front in den Krieg schickt – gemeinsam mit Cyrano. Auch von dort gelingt es Cyrano, regelmäßig seine Briefe in Christians Namen zu Roxane auf den Weg zu bringen, sodass sie schließlich im Feldlager auftaucht. Beinahe kommt die wahre Autorschaft der Liebesbriefe ans Licht, als plötzlich die Meldung von Christians Tod eintrifft.
Die tragikomische Geschichte über unglückliche Liebe und eine nicht für alle Beteiligten als solche erkennbare Dreiecks-Fernbeziehung wurde in verschiedenen Variationen immer wieder für Theater und Film adaptiert – ebenso wie der Entstehungsprozess dieses Dramas. Aktuell bleiben Cyranos Wirken und Schicksal durch ihre Unvermeidbarkeit, die den melancholischen Reiz dieser Geschichte ausmachen.

Edmond Eugène Alexis Rostand wurde 1868 in Marseille geboren. Er studierte zunächst Jura, später Philosophie, Literatur und Geschichte. Währenddessen widmete er sich der Schriftstellerei, wobei er zunächst Gedichte verfasste und erst ab 1894 auch dramatische Werke schrieb. 1890 heiratete er die Schriftstellerin Rosemonde Gérard, die er allerdings 1915 für eine Geliebte verließ. Rostand verstarb 1918 in Paris an der Spanischen Grippe.


»Am Ende Jubel des Premierenpublikums: Die Intention von „Cyrano de Bergerac“ des Engländers Martin Crimp frei nach Edmond Rostand ist aufgegangen. Das alte Mantel- und Degen-Stück wurde ins 21. Jahrhundert katapultiert. Aus dem Wettstreit von Poesie und äußerer Schönheit wurde eine Battle mit Rap und Hip-Hop-Versen.« - Heribert Brinkmann, Neuss-Grevenbroicher Zeitung 

»Es ist ein Vergnügen, diesem lebendigen, temporeichen Abend voller pfiffiger Ideen zu folgen, der nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen lässt.« - Antje van Bürck, TheaterPur

Besetzung

Inszenierung Sebastian Sommer
Kostüme Wicke Naujoks
Dramaturgie Melanie Schulze
Regieassistenz Frances van Boeckel
Inspizienz Lara Jacobus
Hospitanz Max Höfer

Nächste Termine

Mi 11.02.202626
19:30 Uhr
Neuss | Große Bühne
Mo 16.03.202626
19:30 Uhr
Neuss | Große Bühne
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