Marie Johannsen
Marie Johannsen, geboren 1991 in Stuttgart, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Ihr erstes Festengagement als Dramaturgin hatte sie 2015 am Landestheater Detmold. Während dieser Zeit war sie Mitorganisatorin des NRW-Theatertreffens 2017 und 2018 Stipendiatin des Heidelberger Stückemarkts für zeitgenössische Dramatik.
In der Spielzeit 18/19 kam Johannsen erstmals als Dramaturgin an das Rheinische Landestheater Neuss und gehörte dort dem Leitungsteam an. Zur Spielzeit 19/20 wechselte sie an das Hessische Staatstheater Wiesbaden, wo sie als Schauspiel- und Operndramaturgin engagiert war und zuletzt die Stellvertretung der Intendanz übernahm. Als Dramaturgin arbeitete sie unter anderem mit Sophia Aurich, Martin Pfaff, Bernd Mottl, Uwe Eric Laufenberg, Sebastian Sommer und Dirk Schirdewahn zusammen.
Mit der Spielzeit 24/25 kehrte Marie Johannsen als Intendantin an das Rheinische Landestheater Neuss zurück. Seitdem prägt sie das Haus mit einer künstlerischen Vision, die gesellschaftspolitische Schwerpunkte setzt, dabei jedoch stets den Humor bewahrt und das Theater konsequent im Kontext von Stadt und Region denkt. Ein besonderes Anliegen sind ihr feministische Perspektiven sowie die Förderung junger Künstler:innen. Pro Spielzeit wird eine Regiearbeit gezielt über eine Ausschreibung an eine junge Regisseurin* vergeben.
Ihr Ziel ist es, den Theaterbegriff zukunftsfähig weiterzuentwickeln, das Theater als offenen Ort für alle Menschen zugänglich zu machen und den Bürger:innen ihr Theater zurückzugeben. Ein zentraler Baustein dieser Öffnung ist die Etablierung des Theaterfoyers als Dritter Ort, das im September 2024 als konsumfreier Raum für kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet wurde. Das „Offene Foyer“ des Rheinischen gilt mittlerweile überregional als Best-Practice-Beispiel für Dritte Orte.
Produktionen mit Marie Johannsen